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	<title>Jürgen Martinschledde</title>
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	<description>über Politik, Wirtschaft &#38; Kapitalmärkte</description>
	<pubDate>Fri, 02 May 2008 20:46:24 +0000</pubDate>
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		<title>Auswüchse der Credit Bubble</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 20:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Credit Bubble]]></category>

		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die globale Weltwirtschaft war noch sie so hoch verschuldet (=gehebelt) wie heute. In den USA war das debt/GDP Verhältnis 1929 bei 250%. Heutzutage ist sogar noch höher: 270% (NakedCapitalism Story)! Wer denkt, dass das nur in den USA der Fall ist, irrt. Zwar beträgt die öffentliche Verschuldung in Deutschland  nur rund 67%; berücksichtigt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die globale Weltwirtschaft war noch sie so hoch verschuldet (=gehebelt) wie heute. In den USA war das debt/GDP Verhältnis 1929 bei 250%. Heutzutage ist sogar noch höher: 270% (<a href="http://www.nakedcapitalism.com/2008/03/lessons-from-japan-versus-wishful-us.html">NakedCapitalism Story</a>)! Wer denkt, dass das nur in den USA der Fall ist, irrt. Zwar beträgt die öffentliche Verschuldung in Deutschland  nur rund 67%; berücksichtigt man jedoch auch noch die Nachhaltigkeitslücke (die man sehr genau ausrechnen kann), liegen wir sogar noch höher als die USA: 337% (<a href="http://www.project-syndicate.org/commentary/sinn2">Sinn Essay</a>)! Bei den meisten Staaten sieht die Situation sehr ähnlich aus.</p>
<p>All dies ist nicht neu, wird jedoch immer wieder von vielen Leuten vergessen. Es ist klar, dass irgendwann Zahltag ist. Irgendwann können nicht mehr neue Schulden aufgenommen werden, um die alten zu begleichen. Bzw. falls es immer nöch möglich ist, wird der Zinssatz gewaltig nach oben schnellen, so dass der Schuldner an allen Ecken und Enden sparen muss (oder die Währung wertet massiv ab). Dies ist den meisten verantwortlichen Politikern (und auch einigen Unternehmenschefs) jedoch herzlich egal, da sie durch die Schuldenaufnahme die Probleme in die Zukunft verschieben. Die Probleme also den Nachfolgern überlassen.</p>
<p>Gestern las ich in Bloomberg (<a href='http://martinschledde.files.wordpress.com/2008/05/bloomberg_credit_bubble.doc'>Bloomberg Story</a>) eine neue Variante dieses Verschuldungsexzesses. Derzeit nehmen mehrere amerikanische Städte Kredite auf (geschätzte $35 Mrd in 2008), um durch aktives Spekulieren eine Überrendite (durchschnittlicher Kreditzins war 5.88% im April) zu erwirtschaften. Mit Hilfe dieser &#8220;Mehrrendite&#8221; könnten dann die Lücken im Rentensystem geschlossen werden. Die Städte versuchen also nichts anderes als ein Trader bei einer Investmentbank bzw. einem Hedge Fund. Der ehemalige Goldman Sachs Chef Jon Corzine fasst es prägnant zusammen:</p>
<blockquote><p>
<strong>It&#8217;s the dumbest idea I ever heard!</strong>
</p></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/martinschledde.wordpress.com/48/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/martinschledde.wordpress.com/48/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martinschledde.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martinschledde.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martinschledde.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martinschledde.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martinschledde.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martinschledde.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martinschledde.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martinschledde.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martinschledde.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martinschledde.wordpress.com/48/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martinschledde.wordpress.com&blog=997805&post=48&subd=martinschledde&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>The Coming Collapse of the Middle Class</title>
		<link>http://martinschledde.wordpress.com/2008/04/07/the-coming-collapse-of-the-middle-class/</link>
		<comments>http://martinschledde.wordpress.com/2008/04/07/the-coming-collapse-of-the-middle-class/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 22:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Mittelschicht]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Soziale Ungerechtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens seit der im März erschienenen Studie vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wissen wir, dass die Mittelschicht in Deutschland dramatisch schrumpft:  während vor sieben Jahren noch 62,3 Prozent der Bevölkerung über ein mittleres Einkommen verfügten, ging der Anteil bis 2006 auf 54,1 Prozent zurück. Das mittlere (netto) Einkommen lag hierbei in dem betrachteten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Spätestens seit der im März erschienenen <a href='http://martinschledde.files.wordpress.com/2008/04/diw_schrumpfen_der_mittelschicht.pdf'>Studie</a> vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wissen wir, dass die Mittelschicht in Deutschland dramatisch schrumpft:  während vor sieben Jahren noch 62,3 Prozent der Bevölkerung über ein mittleres Einkommen verfügten, ging der Anteil bis 2006 auf 54,1 Prozent zurück. Das mittlere (netto) Einkommen lag hierbei in dem betrachteten Zeitraum knapp über 16000 Euro.</p>
<p>Wir befinden uns also auf dem besten Wege dem Beispiel von Amerika zu folgen. Die Mittelschicht befindet sich dort schon lange in einem Auflösungsprozess. Harvard Jura Professorin Elizabeth Warren ist eine der schärfsten Kritikern dieser gesellschaftlichen Entwicklung.  In einer Berkeley-Vorlesung fasst sie ihre wichtigsten Punkte zusammen. Sie nennt hierbei interessante Zahlen zum Thema Immobilienkredite, Krankenversicherung, negative Sparquoten, Studienkosten und Privatinsolvenzen (das Video ist sehr lang, aber wert komplett angeschaut zu werden):</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martinschledde.wordpress.com/2008/04/07/the-coming-collapse-of-the-middle-class/"><img src="http://img.youtube.com/vi/akVL7QY0S8A/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Ich hoffe, dass dieses Thema bald von Politikern aktiv angegangen wird. Ansonsten wird aus unserer Dreiklassengesellschaft ganz schnell eine Zweiklassengesellschaft!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/martinschledde.wordpress.com/44/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/martinschledde.wordpress.com/44/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martinschledde.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martinschledde.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martinschledde.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martinschledde.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martinschledde.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martinschledde.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martinschledde.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martinschledde.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martinschledde.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martinschledde.wordpress.com/44/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martinschledde.wordpress.com&blog=997805&post=44&subd=martinschledde&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kernprobleme: Negative Equity und Deleveraging</title>
		<link>http://martinschledde.wordpress.com/2008/03/29/die-kernprobleme-negative-equity-deleveraging/</link>
		<comments>http://martinschledde.wordpress.com/2008/03/29/die-kernprobleme-negative-equity-deleveraging/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 14:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Deleveraging]]></category>

		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

		<category><![CDATA[Immobilienkrise]]></category>

		<category><![CDATA[Konsum-Stopp]]></category>

		<category><![CDATA[Negative Equity]]></category>

		<category><![CDATA[US-Rezession]]></category>

		<category><![CDATA[Weltwirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Weltwirtschaftskrise hat sicherlich viele Gründe: Rekord-Commodity-Preise, Vermögensverluste des Durchschnittsverbrauchers durch fallende Aktienindizes, fallender Dollar mit entsprechenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen, historisch hohe Leverage-Quoten, unfähige Politiker (die Amerikaner machen beispielsweise die gleichen Fehler wie die Japaner in den 90ern), die Stellung der Rating-Agenturen &#38; Monoliner, in diesem Zusammenhang baldige Sammelklagen, weltweite Immobilienbubble, gestiegene Risikoaversion mit entsprechenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die aktuelle Weltwirtschaftskrise hat sicherlich viele Gründe: Rekord-Commodity-Preise, Vermögensverluste des Durchschnittsverbrauchers durch fallende Aktienindizes, fallender Dollar mit entsprechenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen, historisch hohe Leverage-Quoten, unfähige Politiker (die Amerikaner machen beispielsweise die gleichen Fehler wie die Japaner in den 90ern), die Stellung der Rating-Agenturen &amp; Monoliner, in diesem Zusammenhang baldige Sammelklagen, weltweite Immobilienbubble, gestiegene Risikoaversion mit entsprechenden Auswirkungen auf Spreads, schwieriger Zugang zu Krediten, geplatzte Emerging Markets Blasen,&#8230;</p>
<p>Es gibt jedoch zwei Aspekte, die mit Abstand die größte Bedeutung haben: Negative Equity und Deleveraging. Man kann sicherlich Negative Equity auch als Leverage-Problem ansehen. Ich werde im folgenden jedoch beide Aspekte getrennt voneinander betrachten:</p>
<p><b>Deleveraging</b> bezeichnet das Gegenteil von Leveraging. Es bezeichnet also den Abbau von Fremdkapital bzw. Aufbau von Eigenkapital. Resultat ist eine Reduzierung der Leverage-Quote. Retailbanken haben zum Beispiel in der Regel eine Leverage-Quote von 10-12; Investmentbanken zwischen 20-25. Jan Hatzius, Chef-Volkswirt von Goldman Sachs, beschäftigt sich in einer Studie mit den Auswirkungen des Deleveraging (<a href="http://martinschledde.files.wordpress.com/2008/03/hatzius_paper.pdf" title="Hatzius">Deleveraging Paper</a>). Für alle, die Herrn Hatzius nicht kennen: er ist einer der ganz wenigen Ökonomen gewesen, der bereits im letzten Jahr auf die Krise hingewiesen hat. Seine Studien sollte man sich daher immer genauer anschauen:</p>
<blockquote><p> &#8220;There is a positive relationship between changes in leverage and changes in balance sheet size. Far from being passive, financial intermediaries adjust their balance sheets actively and do so in such a way that leverage is high during booms and low during busts. Leverage is procyclical in this sense. &#8230;.Procyclical leverage can be traced directly to the counter-cyclical nature of value at risk. Leverage is high when value at measured risks are low – which occurs when financial conditions are buoyant and asset prices are high. Leverage is low in the troughs of the financial cycles, reflecting increased volatility of asset prices as well as increased correlation of asset returns.&#8221;</p></blockquote>
<p>Geringere Leverage-Quote bei Banken führt zu geringerer Kreditvergabe. Dies hat natürlich gewaltige Auswirkungen auf das GDP:</p>
<blockquote><p>&#8220;As a back of the envelope calculation, we can use the estimate from Exhibit 5.2 along with the potential $910 billion contraction in end-user credit to calculate a GDP effect from the deleveraging. This contraction is equivalent to a 3.0-percentage-point drop in DNFD growth. The results in Exhibit 5.2 imply that this corresponds to a hit to real GDP growth of 1.3 percentage points over the course of the following year. This impact should be viewed as additive to the impact of housing on real GDP growth via other channels, such as the decline in residential investment and any potential wealth effects tied to falling house prices. We emphasize that the calculation is very rough, and should be viewed as quite speculative. But, it does suggest that the feedback to the economy from the deleveraging could be substantial.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die GDP Reduzierung durch Deleveraging allein wird also seiner Meinung nach <b>1,3%</b> betragen. Dies ist in meinen Augen sehr konservativ geschätzt, zumal zwei Aspekte in der Studie nicht berücksichtigt worden sind: erstens, werden wir aufgrund von Moral Hazard Problematik im Underwriting historisch hohe Ausfallraten im Mortgage-Geschäft sehen. Der Boom im Verbriefungsmarkt hat nämlich dafür gesorgt, dass die Bonität des Keditnehmers eine viel geringere Rolle als historisch üblich gespielt hat. Dementsprechend müssten seine Abschreibungsannahmen eigentlich höher sein, was wiederum zu einer  größeren Kreditkontraktion führt (und damit GDP Reduzierung um mehr als 1,3%) . Zweitens, wurde nicht auf den Leverage von Hedge Funds eingegangen. Auch dieser wird derzeit deutlich zurückgefahren. Das Hedge Fund Sterben ist derzeit nämlich in vollem Gange (siehe die Immobilienpreisentwicklung der letzten 3 Monate in Connecticut). Dadurch werden generell Spreads in den nächsten Jahren höher werden. Dies wiederum bedeutet, dass die Finanzierungskosten für Unternehmen deutlich wachsen.</p>
<p><b>Negative Equity</b> liegt vor, wenn der Hauskredit höher ist als der aktuelle Wert des Hauses. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern hat der Kreditnehmer in den USA sogar die Option, den Kredit gegen das Haus einzutauschen. Dies macht natürlich nur im Falle von negative Equity Sinn. Dann hat er nämlich sozusagen eine im Geld stehende Put-Option. Auch hierzu liefert Hatzius interessante Zahlen:</p>
<blockquote><p> &#8220;About 7% of U.S. mortgage holders had negative equity at that point. Another 4% had equity of 0%-5%, and 5% each had equity of 5%-10% and 10%-15%. Thus, the proportion of mortgage holders with negative equity would rise to 11% given a (uniform) home price decline of 5%, 16% given a drop of 10%, and 21% given a drop of 15%.8 These are very large numbers. There are approximately 50 million households with mortgages in the United States, so 21% of all mortgage holders corresponds to about 10.5 million<br />
households. If negative-equity homeowners on average have mortgage debt of $250,000, this would imply that a 15% home price decline would put about $2.6 trillion of mortgage debt “under water.”&#8221;</p></blockquote>
<p>Durch die im Geld stehende Put-Option ergeben sich demnach weitere Verluste für Banken. Je nachdem welche &#8220;Umtauschraten&#8221; man annimmt, kommt man dann zu einer unterschiedlichen Höhe von Verlusten (Nouriel Roubini setzt die in meinen Augen immer sehr hoch an - das soziale Stigma wird da in meinen Augen unterschätzt). Aber unabhängig von der genauen Verlusthöhe ist die Fokussierung auf die Bankverluste als solches falsch. Kernproblem ist der Vermögensverlust (durch geringeren Wert des Hauses) des Durchschnittsverbrauchers (derzeit <b>2 Billionen USD </b>allein in den USA). Da dieser derzeit zusätzlich noch eine historisch hohe Verschuldung hat, gibt es für diesen nur eine Konsequenz: <b>viel weniger konsumieren</b>! Aufgrund des <b>Konsum-Stopps </b>werden wir eine äußerst schwere Rezession in den USA (und auch in anderen Ländern) sehen. Dies kann man bereits deutlich am Einzelhandelsgeschäft ablesen (jüngstes Beispiel J.C. Penny). Andere Möglichkeit ist das aktuelle Verbrauchervertrauen. Hierzu schreibt JPMorgan:</p>
<blockquote><p>&#8220;Consumer confidence sank much lower than projected, falling to 64.5 in March from 76.4 in February. The expectations component of the survey was abysmal, falling to its second-lowest reading on record; the previous low was in December, 1973, the first month of one of the worst recessions in the post-war era. Of the three expectations questions – on business conditions, employment, and income – each looked horrible but the income question was worst of all, sinking to a new low.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert dabei ist, dass wir gerade erst am Anfang des Downturns sind. Die Arbeitslosigkeit beginnt gerade erst zu wachsen. Ich gehe daher davon aus, dass das Verbrauchervertrauen auf den Stand der 30er Jahre fallen wird. Konsum-Stopp wird bald die zwangsläufige Devise für den Durchschnittsverbraucher sein.</p>
<p>Negative Equity und Deleveraging sind die Hauptgründe für die Weltwirtschaftskrise 2008. Die Mainstream Medien (Spiegel Online, Handelsblatt,..) werden das wahrscheinlich erst in einem  Jahr einsehen. Nur sind dann die Aktienindizes bereits viel weiter gefallen (und dann werde ich langsam auch wieder bullish).</p>
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		<title>Nicht nur die größte Finanzkrise der letzten 75 Jahre</title>
		<link>http://martinschledde.wordpress.com/2008/03/15/nicht-nur-die-groste-finanzkrise-der-letzten-75-jahre/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2008 13:39:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Bailout]]></category>

		<category><![CDATA[Bear Stearns]]></category>

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		<category><![CDATA[US-Rezession]]></category>

		<category><![CDATA[Weltwirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist es also soweit: nachdem die Fed bereits vor Monaten Countrywide retten musste, ist nun die erste Investmentbank dran. Bear Stearns, die fünft größte amerikanische Investmentbank, muss von der Fed gestützt werden. Am Montag sagte noch CEO Alan Schwartz “Bear Stearns’ balance sheet, liquidity and capital remain strong.” Am Freitag hätte sie ohne das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nun ist es also soweit: nachdem die Fed bereits vor Monaten Countrywide retten musste, ist nun die erste Investmentbank dran. Bear Stearns, die fünft größte amerikanische Investmentbank, muss von der Fed gestützt werden. Am Montag sagte noch CEO Alan Schwartz “Bear Stearns’ balance sheet, liquidity and capital remain strong.” Am Freitag hätte sie ohne das Eingreifen der Fed bereits dicht machen können (Aktienkurs fiel allein am Freitag um 50% - bin gespannt, ob die Managerversicherung von CEO Schwartz auch eine solche Lüge deckt). Bereits im Dezember schrieb ich hier im Kommentarbereich (Artikel &#8220;Die aktuelle Weltwirtschaftskrise&#8221;):</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Debt-Aspekt im Bereich Finanzwerte ist aber wirklich interessant. Alle großen Financials haben in den vergangenen 5-6 Jahren massiv ihre Verschuldungsquote aufgebaut. Letztlich ist dies einfach Leverage, um die P&amp;L zu schönen. Dies hat aber den großen Nachteil, dass, wenn mein Kerngeschäft plötzlich schlecht läuft, ich schnell in großen finanziellen Schwierigkeiten bin. Auch dieser Punkt wird von den Rating-Agenturen nicht berücksichtigt. Banken sind also viel fragiler als sie nach außen erscheinen!&#8221;</p></blockquote>
<p>Die New York Times (<a href="http://www.nytimes.com/2008/03/15/business/15bear.html?pagewanted=2&amp;ref=business">New York Times Artikel</a>) schreibt dazu heute:</p>
<blockquote><p>&#8220;The demise of the hedge funds began a slow but persistent loss of market confidence in the bank. Such an erosion can be devastating for any investment bank, especially one like Bear Stearns, which has a leverage ratio of over 30 to 1, meaning it borrows more than 30 times the value of its $11 billion equity base.&#8221;</p></blockquote>
<p>Samuel L. Hayes, Professor für Investment Banking an der Harvard Business School, bestätigt: &#8220;The public has never fully understood how leveraged these institutions are.” Selbstverständlich hat nicht nur Bear Stearns so hohe Leveragequoten. Auch alle anderen Banken sind mit von der Partie (und natürlich SIVs durch CPPI und CPDO Struktueren und Hedge Funds). Wir werden daher noch einige weitere bailouts von Banken sehen. Aber nicht alle davon werden &#8220;too big to fail&#8221; sein. Das Deleveraging (könnte nach Subprime das nächste Modewort sein) wird also noch für einige Marktteilnehmer äußerst schmerzlich werden.</p>
<p>Wir haben es aber nicht nur mit der größten Finanzkrise der letzten 75 Jahre zu tun. Es ist auch die größte Wirtschaftskrise der letzten 75 Jahre. Die Konsumentengetriebene Rezession (der Konsum wird massiv sinken - die Einzelhandelsumsätze diese Woche waren schon ein Mal ein kleiner Vorgeschmack) ist in den USA bereits in vollem Gange. Ebenfalls die Abkühlung der Emerging Markets: die China bubble ist bereits geplatzt und der Abschwung wird insbesondere durch den Tibet und Taiwan Konflikt (im Januar bereits angedeutet) substanziell an Momentum gewinnen. Zudem verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage in Europa, vor allem in UK, Irland, Spanien, Italien und Griechenland, rapide (der aktuelle Dollarverfall verschärft die Problematik immens).</p>
<p><b>Kurzum, long Aktienpositionen machen immer noch keinen Sinn!</b></p>
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		<title>Dieses und jenes</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 13:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Immobilienkrise]]></category>

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		<category><![CDATA[Zentralbanken]]></category>

		<category><![CDATA[Zinspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Macro Daten in den USA haben sich weiter verschlechtert: in dem von der Philly Fed veröffentlichten „Survey of Professional Forecasters“ prognostizieren 47% aller befragten Volkswirte (50 an der Zahl) eine US-Rezession im laufenden Quartal. Merrill Lynch veröffentlichte daraufhin die Mitteilung, dass die Umfrage historisch ein erstklassiger Rezessions-Indikator war:  beim Überschreiten der Marke von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Macro Daten in den USA haben sich weiter verschlechtert: in dem von der Philly Fed veröffentlichten „Survey of Professional Forecasters“ prognostizieren 47% aller befragten Volkswirte (50 an der Zahl) eine US-Rezession im laufenden Quartal. Merrill Lynch veröffentlichte daraufhin die Mitteilung, dass die Umfrage historisch ein erstklassiger Rezessions-Indikator war:  beim Überschreiten der Marke von 40 Prozent kam es bislang immer zu einer Rezession. Weiterhin ist das US-Verbrauchervertrauen geradezu eingebrochen (Michigan-Zahlen sind jetzt auf dem Level von 1993).  Angesichts der hohen Konsumentenverschuldung kann die Bedeutung dieser Zahl gar nicht genug betont werden. Auch auf der Immobilienfront ist keine Entspannung in Sicht.  Hier äußert sich der renommierte Yale VWL Professor Robert Shiller (Schwerpunkt Immobilien) zum aktuellen Stand der Dinge in Sachen housing bubble:</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martinschledde.wordpress.com/2008/02/25/dieses-und-jenes/"><img src="http://img.youtube.com/vi/z-on2j12c84/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
Die Credit-Spreads haben sich weiter erhöht (iTraxx und CDX haben sich seit Juni mehr als versechsfacht - so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr). Dies führt dazu, dass viele Unternehmen trotz Zinssenkung von 225 bps höhere Finanzierungskosten haben. Der Fed ist das natürlich nicht entgangen: eine um Credit-Spreads adjustierte Taylor-Regel (siehe <a href="http://www.pimco.com/LeftNav/Featured+Market+Commentary/FF/2008/GCBF+02-2008.htm">PIMCO Artikel</a>) führt mich daher zu der Prognose, dass die Fed dieses Jahr um mind. weitere 1,5% die Zinsen senken wird (wahrscheinlich sogar 2%). Bull Steepener (Übergewicht Duration mit Fokus auf kurzem Ende der Zinskurve) sind dann weiterhin das Maß aller Dinge (obwohl schon sehr gut gelaufen in letzter Zeit).</p>
<p>Weiterhin ist es für mich langsam an der Zeit, wieder USD zu kaufen. Dies mag angesichts der dramatischen US-Wirtschaftssituation paradox klingen, liegt aber darin begründet, dass der Ausblick auf die euopäische Wirtschaft viel zu positiv ist. Mainstream-Fokus ist immer noch die Immobilien- und Wirtschaftskrise in den USA und nicht in Spanien, UK und Irland. Und da die EZB (im Gegensatz zur Fed bzw. BoE) aufgrund ihres klaren Inflationsmandats meilenweit &#8220;behind the curve&#8221; ist, werden wir im nächsten Halbjahr einen heftigen Abschwung in Europa erleben. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Inflation keine große Rolle mehr spielen, so dass die EZB die Zinsen massiv senken kann. Doch für die europäische Wirtschaft kommt diese Ankurbelung dann viel zu spät!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/martinschledde.wordpress.com/34/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/martinschledde.wordpress.com/34/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martinschledde.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martinschledde.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martinschledde.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martinschledde.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martinschledde.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martinschledde.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martinschledde.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martinschledde.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martinschledde.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martinschledde.wordpress.com/34/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martinschledde.wordpress.com&blog=997805&post=34&subd=martinschledde&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Municipals und Monoliner: wir nähern uns dem Höhepunkt!</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 18:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<category><![CDATA[US-Rezession]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem mehr als tausend Auktionen für Municipals (Kommunalobligationen) fehlgeschlagen sind und daher die entsprechenden Kommunen heftige Strafzinsen zahlen müssen (in einigen Fällen bis zu 20%), hat nun auch New York Governor  Eliot Spitzer die Nase voll: wenn die Monoliner bis Dienstag nicht mehr Eigenkapital eingesammelt haben, werde es zu einer möglichen Zwangszerschlagung durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nachdem mehr als tausend Auktionen für Municipals (Kommunalobligationen) fehlgeschlagen sind und daher die entsprechenden Kommunen heftige Strafzinsen zahlen müssen (in einigen Fällen bis zu 20%), hat nun auch New York Governor  Eliot Spitzer die Nase voll: wenn die Monoliner bis Dienstag nicht mehr Eigenkapital eingesammelt haben, werde es zu einer möglichen Zwangszerschlagung durch die New Yorker Versicherungsregulierung kommen.</p>
<p>Spitzer möchte damit einer wahrscheinlichen Abstufung der Ratingagentur Moody´s zuvorkommen. Diese hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, dass Moody´s bis Ende Februar ihre neue Einschätzung gegenüber den Bond Versicherern veröffentlichen will. Da sich die Situation an den Fixed-Income-Märkten und vor allem an der Immobilienfront nicht verbessert hat (sondern sogar verschlechtert), ist ein Downgrade sehr wahrscheinlich. Dieser Downgrade hätte zur Folge, dass alle von den Monolinern versicherten Produkte ebenfalls nicht mehr AAA geratet werden würden. Da der versicherte Bond-Markt riesig ist ($2.5 Billionen – Fitch Juli 2007), sind die Auswirkungen gewaltig: die Finanzierungskosten für Municipals (Marktvolumen rund $1.2 Billionen) steigen deutlich  an. Dementsprechend muss dann an anderer Stelle gespart werden (z. B. Kündigungen, keine Gehaltserhöhung,..). Zudem führt dies zu weiteren gigantischen Abschreibungen. Dies liegt daran, dass Investoren von den meisten strukturierten Produkten wie beispielsweise CDOs mark-to-market Verluste nicht sofort in ihre Bücher nehmen müssen, wenn sie vorhaben das Produkt bis zur Fälligkeit zu halten und es zur keiner Ratingabstufung kam. Durch eine Ratingabstufung müssten die Investoren dann sofort ihre Verluste abschreiben. Dies wird für einige Banken und Versicherer noch sehr teuer werden. Zu guter Letzt ist noch der Vertrauensverlust zu nennen: dies wird dazu führen, dass die Spreads noch weiter rauslaufen werden (obwohl wir uns in einigen Bereichen schon auf sehr hohem Niveau bewegen – siehe zum Beispiel iTraxx und CDX).</p>
<p>Da ich es für unwahrscheinlich halte, dass sich mehrere Banken zusammentun und den Monolinern das Geld schenken werden, wird es wohl zu einer Aufspaltung der Firmen kommen. Eine Firma wird dann ausschließlich Municipals versichern (also das klassische Geschäftsfeld der Monoliner) und die andere Firma wird auf allen übrigen Positionen (CDOs, CDOs squared,..) sitzen bleiben. In diesem Fall würde letztere Firma natürlich Pleite gehen, aber zumindestens wäre das Municipal Bond Problem gelöst. Dies scheint daher die langfristig beste und wahrscheinlichste Lösung zu sein. In ein paar Tagen wissen wir mehr!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/martinschledde.wordpress.com/32/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/martinschledde.wordpress.com/32/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martinschledde.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martinschledde.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martinschledde.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martinschledde.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martinschledde.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martinschledde.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martinschledde.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martinschledde.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martinschledde.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martinschledde.wordpress.com/32/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martinschledde.wordpress.com&blog=997805&post=32&subd=martinschledde&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Weltwirtschaftskrise 2008</title>
		<link>http://martinschledde.wordpress.com/2008/01/19/weltwirtschaftskrise-2008/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 18:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Subprime]]></category>

		<category><![CDATA[US-Rezession]]></category>

		<category><![CDATA[Weltwirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang Dezember hatte ich bereits in meinem Blog detailliert beschrieben, wie es zur aktuellen Krise gekommen ist und warum wir eine Rezession in den USA sehen werden. Knapp 1,5 Monate später spricht auch die Mehrzahl der Ökonomen davon, dass wir nah dran sind an einer US-Rezession. Man könnte also meinen, dass ich Recht behalten habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Anfang Dezember hatte ich bereits in meinem Blog detailliert beschrieben, wie es zur aktuellen Krise gekommen ist und warum wir eine Rezession in den USA sehen werden. Knapp 1,5 Monate später spricht auch die Mehrzahl der Ökonomen davon, dass wir nah dran sind an einer US-Rezession. Man könnte also meinen, dass ich Recht behalten habe. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass auch eine kaputte Uhr zwei Mal an einem Tag richtige Werte anzeigt. Davon abgesehen habe ich mich in zwei Punkten absolut getäuscht: der US-EURO-Wechselkurs und die Commodity-Preise werden positiven und nicht negativen Einfluss auf die aktuelle Krise haben. Dies mag paradox klingen, liegt aber darin begründet, dass ich bis vor wenigen Tagen das globale Ausmaß der Krise total unterschätzt habe (die US-Wahlen spielen dabei sicherlich auch eine Rolle). Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich selten zu rabenschwarzen Pessimismus neige. Im folgenden werde ich daher die wichtigsten Aspekte nennen, die mich zu meiner Einschätzung geführt haben. Ich beschränke mich hierbei auf die Aspekte, die bisher in den Medien selten oder gar nicht genannt worden sind.</p>
<p>1.	<b>Konsum</b>: dies ist bei der aktuellen Rezession sicherlich der wichtigste Punkt. Im Gegensatz zur 2001 Rezession, in der das Konsumentenausgabenwachstum nie unter 1% war (gestützt durch den 1999 angefangenen Immobilienboom), werden wir dieses Mal massive Auswirkungen auf den privaten Verbauch sehen. Dies konnte man bereits deutlich an den Quartalszahlen von Citi und JPM ablesen. Die meisten Anleger haben nur auf die Abschreibungen im Subprime-Bereich geschaut. Diese waren zwar riesig, aber zu erwarten. Das eigentlich dramatische an den Zahlen war das Konsumer-Kredit, Autokredit und normale Kreditkartengeschäft. Hier sind die Ausfallraten geradezu explodiert! Das heißt im Klartext, die Immobilienkrise hat bereits beim privaten Verbraucher massive Spuren hinterlassen. Der Fokus wird wieder mehr auf der hohen Verschuldung der privaten Verbraucher sein. Kritiker werden auf die überraschend „starken“ Michigan-Zahlen von gestern verweisen, aber im Dezember lief der Aktienmarkt auch noch gut. Nach den jüngsten Einbrüchen im Dow Jones und S&amp;P 500 werden die Michigan-Zahlen bald auch wieder ganz übel ausfallen.</p>
<p>2.	<b>Arbeitsmarkt</b>: tendenziell immer ein Spätindikator, aber mittlerweile zeigt auch dieser Spuren der Immobilienkrise. Den Sprung von 4,7% auf 5% bei den Arbeitslosenzahlen würde ich aber nicht überbewerten, da klimabedingt mehr Jobs als üblich ausfielen. Dennoch hat Paul Donovan (Managing Director UBS Global Economics) sicherlich Recht: wir befinden uns in Phase 4 (Feuern von Vollzeitangestellten). Die Phasen 1 (illegale Arbeiter feuern),  2 (Feuern von Teilzeitarbeitern) und 3 (prinzipieller Einstellungsstop) sind bereits durchlaufen.</p>
<p>3.	<b>Weltweite Immobilien-Bubble</b>: der Immobilienboom war weltweit auch in einigen anderen Ländern zu sehen: zum Beispiel Spanien, Irland und England. Auch hier werden die Preisabstürze massive Auswirkungen auf das Verbrauchervertrauen haben. Des weiteren ist dort, genau wie in den USA, keine Entspannung in Sicht, da zum einen die Finanzierungskosten gestiegen sind und zum anderen sich die Immobilienkredit-Ablehungsquote auf historisch hohem Niveau befindet. Das bedeutet, dass eine Person, falls diese überhaupt einen Immobilienkredit derzeit bekommt, sehr hohe Raten zahlen muss. Dementsprechend ist auf der Häusernachfrageseite keine Entspannung zu erwarten.</p>
<p>4.	<b>Refinanzierung für Unternehmen</b> wird aufgrund der höheren Corporate-Spreads deutlich teurer. Dies gilt ebenfalls für viele nicht börsennotierte Unternehmen, die sich in der Regel auf Floater-Basis verschulden.</p>
<p>5.	<b>Global Recoupling</b> und nicht global decoupling, genau wie von NYU Professor Nouriel Roubini prognostiziert, tritt ein. Die Welt hängt vielleicht weniger ab von den USA als vor 10 Jahren, aber immer noch mehr als genug. Davon abgesehen, erleben wir in den USA nicht eine leichte Rezession, sondern eine wirklich schwere. Von decoupling kann also beim besten Willen keine Rede sein.</p>
<p>6.	<b>Abkühlung der Emerging Markets</b>: bereits seit 1-2 Monat spüren asiatische Unternehmen die aktuelle Krise in Ihren Auftragseingängen. Überdies vergessen die meisten Investoren gerne, dass vor allem in China das Wachstum durch ausländische Direktinvestitionen (und nicht durch inländischen Konsum) getragen worden ist. Kriselt es richtig im Westen, werden die Gelder auch sehr schnell wieder abgezogen. In diesem Fall geht es zumindestens kurzfristig steil bergab.</p>
<p>7.	<b>Olympia 2008</b>: die olympischen Spiele beurteile ich negativ für das Wachstum in China. Zum einen wird wahrscheinlich die chinesische Schwerindustrie in den beteiligten Städten für 2 Monate de facto stillgelegt werden müssen, da die Luftverschmutzung den Sportlern sonst defintv nicht zu zumuten ist. Überdies werden die chinesischen Probleme (Diktatur, Hardcore-Kapitalismus, riesige Armut, massive Umweltprobleme, etc.) mehr im Fokus der globalen Öffentlichkeit sein. Es ist immer was anderes, etwas wirklich selbst zu sehen als nur in der Presse zu lesen. Außerdem birgt Olympia für China sowohl das Taiwan als auch das Tibet Risiko. Beide Gruppierungen werden im Vorfeld und während der Spiele versuchen, Fortschritte zu erzielen, was zu deutlichen politischen Spannungen im Anschluss führen wird.</p>
<p>8.	<b>Monoliners</b> sind Versicherer für Fixed Income Produkte - in erster Linie für Corporate Bonds. In letzter Zeit haben sie jedoch auch viele ABS und CDO Strukturen versichert (sogenannte credit enhancements). Das Problem bei den Monoliners ist, dass ihre Eigenkapitalbasis hierfür viel zu gering ist. Daher liefen Aktien von Monoliners neben Immobilienfinanzierern am schlechtesten seit einem Jahr (viele verloren weit über 90% ihres Marktwertes). Normalerweise müssten die Rating-Agenturen eigentlich so gut wie jeden Monoliner downgraden (dies würde de facto Konkurs bedeuten). Ich kann es schwer einschätzen, ob die Rating-Agenturen diesen Schritt wirklich machen werden. Aber falls dem so ist, dann wird die Reaktion nichts sein im Vergleich zu dem „Erdbeben“ bei der GM und Ford Abstufung. Das wäre wahrlich eine WMD, die im Finanzbereich hochgeht.</p>
<p>9.	<b>Leverage</b> ist ein äußerst bedeutender Faktor in der heutigen Finanzwelt. Bei dem Zusammenbruch von LTCM war der Leverage sogar so hoch, dass sich die Fed und die Wallstreetbanken gezwungen sahen, Milliarden Stützungskäufe zu tätigen. Und Leverage ist seit 1998 noch viel wichtiger geworden: nahezu alle Banken haben ihre Verschuldungsquote hochgefahren (das bedeutet bei denen nichts anderes als Leverage), um die P&amp;L zu schönen. Dies macht Banken viel anfälliger als sie derzeit vom Markt wahrgenommen werden. Daneben wurden bei immer mehr SIVs immer höhere Leveragequoten gefahren. Außerdem wird immer noch viel Geld durch CPPI und (seit zwei Jahren auch) durch CPDO Strukturen angelegt. Hier werden bei einigen Strukturen sicherlich noch mehr Notverkäufe stattfinden, was die Preise von strukturierten Produkten sogar noch mehr in den Keller treibt.</p>
<p>10.	<b>Riesige Anzahl von bevorstehenden Downgrades</b>:  durch die US-Rezession und den aktuellen Weltwirtschaftsabschwung werden die Gewinne der meisten Unternehmen geradezu wegbröckeln. Eine große Anzahl von Rating-Abstufungen sind daher auch in bankfernen Bereichen absolut zu erwarten. Ich könnte mir durchaus auch Sovereign-Abstufungen vorstellen. Der Grund hierbei liegt einfach darin, dass die Rating-Agenturen bei den strukturierten Produkten viel zu lasche Ratings vergeben haben und daher in der Öffentlichkeit massiv kritisiert wurden. Sie werden daher versuchen, in der Öffentlichkeit eher konservativ zu erscheinen; also viele Abstufungen (zum Teil auch ungerechtfertigt) vornehmen.</p>
<p>11.	<b>Sammelklagen gegen Investmentbanken und Rating-Agenturen:</b> ein großes Thema im Jahr 2008/2009 werden Sammelklagen gegen die Investmentbanken und Rating-Agenturen sein. Da beide Parteien von den zu laschen Ratings bei strukturierten Produkten massiv profitiert haben, kann man gewissermaßen schon von Vorsatz reden. Überdies wurden ARM-Strukturen in der Modellierung in der Regel nicht berücksichtigt. Dies ist in meinen Augen ein mathematisch wirklich grober Fehler (vergleichbar mit Autokauf ohne Bremse). Da zudem einige große amerikanische Städte auf der Geschädigten-Seite sind, könnte ich mir durchaus auch gewisse Erfolgsaussichten vorstellen.</p>
<p><b>Alles in allem sieht für mich die Weltwirtschaftslage so düster aus wie schon lange nicht mehr in den vergangenen 3 Jahrzehnten!</b></p>
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		<title>Der Politikskandal 2007</title>
		<link>http://martinschledde.wordpress.com/2008/01/14/der-politikskandal-2007/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 20:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[IKB-KfW-Skandal]]></category>

		<category><![CDATA[Politikskandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Politikskandale gab es schon einige seit Gründung der Bundesrepublik Deutschlands (Überblick politische Skandale in der BRD). Die bedeutendsten waren wohl die Spiegel-Affäre, der Guillaume-Spitzelskandal, die Flick-Affäre und der CDU-Spendenskandal. Bei all diesen Skandalen ging es nie um mehr als eine Mrd. Deutsche Mark. Im vergangenen Jahr wurden beim IKB-KfW-Skandal mindestens 5 Mrd. Euro verbrannt, doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Politikskandale gab es schon einige seit Gründung der Bundesrepublik Deutschlands (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Aff%C3%A4re">Überblick politische Skandale in der BRD</a>). Die bedeutendsten waren wohl die Spiegel-Affäre, der Guillaume-Spitzelskandal, die Flick-Affäre und der CDU-Spendenskandal. Bei all diesen Skandalen ging es nie um mehr als eine Mrd. Deutsche Mark. Im vergangenen Jahr wurden beim IKB-KfW-Skandal mindestens 5 Mrd. Euro verbrannt, doch musste bislang noch kein einziger der verantwortlichen Politiker dafür gerade stehen. Doch von Anfang an: wie kam es dazu?</p>
<p>Am 20. Juli meldet der damalige IKB-Chef Ortseifen, dass die IKB nur marginal von der Hypothekenkrise in den USA betroffen ist. Entsprechende Abschreibungen seien nur im einstelligen Millionenbereich und ein Ergebnis von rund 280 Mill.Euro werde erreicht werden.</p>
<p>Am 27. Juli kappen mehrere Banken (u. a. auch die Deutsche Bank) die Kreditlinien für die von der IKB außerhalb der Bilanz geführte Rhineland Funding. Die IKB ist quasi sofort zahlungsunfähig.</p>
<p>In dem anschließenden Wochenende (28/29.7.2007) schüren BaFin-Chef Sanio, Finanzminister Peer Steinbrück, KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier und andere Banker ein Rettungspaket. Außerdem wird IKB-Chef Ortseifen durch KfW-Vorstand Günther Bräunig ausgetauscht.</p>
<p>Am 30. Juli wird schließlich bekannt, dass die KfW insgesamt 8,1 Mrd. Euro IKB-Verpfichtungen übernimmt. Der IKB-Aktienkurs kennt danach keinen Boden mehr.</p>
<p>Warum sollte diese Geschichte uns interessieren? Ganz einfach: bei der KfW handelt es sich um eine staatliche Bank. Sie gehört zu 80% dem Bund und zu 20% den Ländern (<a href="http://martinschledde.files.wordpress.com/2008/01/kfw_gesetz.pdf" title="KfW Gesetz">KfW Gesetz</a>). Derzeit hat die KfW 4,95 Mrd. Euro für die IKB-Zusage zurückgestellt. Da die KfW weiterhin 38% an der IKB hält, musste sie zusätzliche 400 Mill. Euro aufgrund des IKB-Aktienkurs-Absturz abschreiben (<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article1469917/IKB-Rettung_wird_fuer__KfW_erheblich_teurer_.html">Welt Artikel</a>). Das sind insgesamt also rund 5,4 Mrd. Euro Verlust. Aufgrund der oben genannten Liquiditätszusage ist es wahrscheinlich, dass es sogar noch mehr als diese 5,4 Mrd. Euro werden. Zum Vergleich das komplette Elterngeld kostete den deutschen Haushalt im Jahr 2007 3,54 Mrd. Euro (<a href="http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&amp;storyID=2007-12-07T143223Z_01_KOE752331_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-ELTERNGELD.xml&amp;archived=False">REUTERS Artikel</a>); die BAföG-Erhöhung gerade einmal 300 Mill. Euro (<a href="http://www.das-neue-bafoeg.de/de/372.php">Offizielle BAföG Seite</a>).</p>
<p>Mittlerweile bewertet die KfW-Chefin die Milliardenunterstützung für die IKB sogar kritisch. „Mit dem Wissen von heute über die eingetretenen Marktverwerfungen hätten wir die Rettungsaktion nicht gemacht“, sagte Matthäus-Maier (<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article1469917/IKB-Rettung_wird_fuer__KfW_erheblich_teurer_.html">Welt Artikel</a>). Doch von Rücktritt keine Spur. Sie sitzt weiterhin genau wie ihre Politikerkollegen im Aufsichtsrat (= Verwaltungsrat bei der KfW) fest im Sattel. Gerade aber der genannte Satz zeigt die Inkompetenz der (EX-FDP jetzt SPD-Politikerin) Matthäus-Maier. Die „Marktverwerfungen“ waren vorauszusehen! Genau deswegen haben ja alle anderen privaten Banken der IKB keine Kreditlinie gegeben. Sich also auf diese Weise herausreden zu wollen, ist dementprechend eine unglaubliche Dreistigkeit! Diese Aussage wird von Finanzminister und stv. Aufsichtsratsvorsitzenden der KfW Peer Steinbrück sogar noch getoppt: „Der Steuerzahler wird für die IKB-Krise nicht bezahlen müssen.“ Wer denn bitte schön sonst? Die KfW gehört ja zu 100% dem Staat. Ekkehard Wenger, Professor für Bank- und Kreditwirtschaft in Würzburg, bestätigt: »Es ist einfach Quatsch zu sagen, dass der Steuerzahler nicht bluten muss.« Steinbrück agiere offenbar nach dem Motto »Frechheit siegt« (<a href="http://www.zeit.de/2007/50/Banken?page=2">Artikel in der Zeit</a>).</p>
<p>Ein Blick auf den Aufsichtsrat der KfW (<a href="http://www.kfw.de/DE_Home/Die_Bank/DieOrganisationderKfW/DerVerwalt.jsp">KfW Seite</a>) reicht aus, um sich das Ausmaß der Inkompetenz auch nur vorzustellen: den Vorsitz teilen sich wechselnd Peer Steinbrück und Michael Glos. Weiterhin sind unter anderem dabei Horst Seehofer, Sigmar Gabriel, Wofgang Tiefensee, Dr. Frank-Walter Steinmeier, Roland Koch, Oskar Lafontaine, Michael Sommer, Franz Bsirske,&#8230;. Politiker aller Parteien finden sich dort und sie haben alle eins gemeinsam: sie haben nicht die geringste Ahnung vom Bankgewerbe und kassieren viel Geld für Nichtstun im Aufsichtsrat der KfW.</p>
<p>Das wirklich Traurige an dem IKB-KfW-Skandal ist, dass dieser eine Ausprägung einer allgemeinen globalen gesellschaftlichen Entwicklung ist. Treten Verluste bei privaten Unternehmen auf, zahlen die Bürger immer öfter in vollem Umfang dafür. Mit staatlichen Geldern wird das Unternehmen schnell saniert und dann zu einem Ramschpreis an einen Privatinvestor verkauft. Zu sehen ist das nicht nur bei der IKB in Deutschland, sondern auch in den USA (Countrywide Financial) und England (Northern Rock). Der renommierte Ökonom Nouriel Roubini beschreibt diesen Umstand mit „Privatizing Profits and Socializing Losses“ bzw. “socialism for the rich“!</p>
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		<title>Deutsche Post Lobbyisten siegen!!!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 23:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Lobbyisten]]></category>

		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

		<category><![CDATA[Post-Skandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Lobbyisten sind die fünfte Gewalt im modernen Staat. Wie einflussreich die Lobbyisten sind, kann jeder allein an der Anzahl der Hausausweise für den Bundestag ablesen: im Oktober 2003 hatten die Interessenvertreter mehr als 4500 Stück davon. Dies ist eine unglaubliche Zahl, zumal mindestens 5 Abgeordnete oder ein Fraktionsvorsitzender für den Lobbyisten bürgen müssen, so dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Lobbyisten sind die fünfte Gewalt im modernen Staat. Wie einflussreich die Lobbyisten sind, kann jeder allein an der Anzahl der Hausausweise für den Bundestag ablesen: im Oktober 2003 hatten die Interessenvertreter mehr als 4500 Stück davon. Dies ist eine unglaubliche Zahl, zumal mindestens 5 Abgeordnete oder ein Fraktionsvorsitzender für den Lobbyisten bürgen müssen, so dass dieser einen Hausausweis bekommen kann. Mit diesem Ausweis hat er dann freien Zugang zu sämtlichen Abgeordnetenbüros.</p>
<p>Lobbyisten waren schon immer sehr erfolgreich. In den letzten Jahren aber ganz besonders: „gute“ Beispiele sind die Hynix-Strafzölle, die Dienstwagensteuer, die Gemeindefinanzreform und natürlich die Gesundheitsreform. Letzte Woche kam ein weiterer bedeutender Sieg hinzu. Der Bundestag stimmte dem sogenannten Post-Mindestlohn zu. Dieser soll für Beschäftigte, die nur Briefe sortieren, im Osten 8,00 und im Westen 8,40 Euro betragen. Für Zusteller sind im Osten 9,00 und im Westen 9,80 Euro vorgesehen (<a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/postmindestlohn44.html">Artikel auf www.tagesschau.de</a>). Die Zustimmung des Bundesrats, der am 20.Dezember tagt, gilt als absolut sicher.</p>
<p>Man kann sicherlich beim Thema allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn unterschiedlicher Meinung sein. Volkswirtschaftlicher Konsens ist jedoch, dass ein gesetzlicher Mindestlohn negative Auswirkungen auf die Beschäftigung hat (was auch intuitiv Sinn macht). Viele Studien deuten aber auch darauf hin, dass, wenn der gesetzliche Mindestlohn moderat ausfällt, diese negativen Beschäftigungseffekte nicht signifikant sind. Ich persönlich stehe trotzdem dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn stark ablehnend gegenüber, da er in meinen Augen die eigentliche Wurzel des Problems außer Acht lässt. Dies soll aber heute und jetzt nicht das Thema sein. Beschlossen wurde nämlich nur ein Mindestlohn für den Postbereich und nur darum geht es.</p>
<p>Warum wurde ein nun also ein Mindestlohn für die Briefbranche eingeführt? Diese Frage ist äußerst einfach zu beantworten. Die Manager der Deutschen Post haben nämlich schon seit Jahren große Angst vor der Liberalisierung der Postmärkte, die am 1.1.2008 offiziell stattfinden wird. Sie wissen, dass mehrere Unternehmen sie dann im klassischen Briefgeschäft massiv angreifen werden. Unter Unternehmern war dies natürlich auch bekannt und daher war es unter ihnen auch eine beliebte Frage dieses Jahr, ob es sich lohnt, ein Unternehmen in diesem Markt zu gründen. McKinsey ging sogar soweit, dass Bewerber für einen Vollzeit-Job eine entsprechende Case-Study zu bearbeiten hatten. Dementsprechend hat die Deutsche Post alle Hebel in Bewegung gesetzt, mittels Mindestlohn alle zukünftigen Wettbewerber auszuschalten. Und letzte Woche hat die Deutsche Post dann schließlich Erfolg damit gehabt: der Post-Mindestlohn wurde eingeführt und damit die anstehende Liberalisierung des Briefmärkte bereits jetzt im Keim erstickt. Postchef Zumwinkel war über die Entscheidung derart erfreut, dass er sofort seine 200640 Aktien-Optionen eingelöst hat (der Kurs ist im Vorfeld und am Tag der offiziellen Verkündung massiv gestiegen) und damit einen Gewinn von 4.73 Mio. Euro eingenommen hat (<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,521477,00.html">Spiegel Online Artikel</a>). Die Koaltion hat Herrn Zumwinkel also wahrlich ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht!</p>
<p>Verlierer sind vor allem die deutschen Verbraucher. Ihre Interessen werden beim Post-Mindestlohn in keinster Weise berücksichtigt. 466 Abgeordneten war dies jedoch völlig egal und stimmten dem Gesetzentwurf der Lobbyisten zu. Sie alle sollten sich schämen!</p>
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		<title>Die aktuelle Weltwirtschaftskrise</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 00:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Martinschledde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik &amp; Wirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Immobilienkrise]]></category>

		<category><![CDATA[Subprime]]></category>

		<category><![CDATA[US-Rezession]]></category>

		<category><![CDATA[Weltwirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Schaut man sich derzeit die Aktienmärkte an, müsste man eigentlich meinen, die Wirtschaft läuft. Der DAX wieder über 8000. Warum sich also Sorgen machen? Die Bondmärkte weisen hingegen auf eine ganz andere Entwicklung hin. Fed Fund Futures preisen bereits eine Zinssenkung auf 3.25% bis Mitte 2008 ein. Die Fed hat bisher die Zinsen schon um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Schaut man sich derzeit die Aktienmärkte an, müsste man eigentlich meinen, die Wirtschaft läuft. Der DAX wieder über 8000. Warum sich also Sorgen machen? Die Bondmärkte weisen hingegen auf eine ganz andere Entwicklung hin. Fed Fund Futures preisen bereits eine Zinssenkung auf 3.25% bis Mitte 2008 ein. Die Fed hat bisher die Zinsen schon um 75 bps gesenkt. Dass die Fed diese Woche weiter senken wird, ist bereits sicher. Fraglich ist lediglich die Höhe: 50 bps oder doch nur 25 bps. Die Bondsmärkte preisen also nichts anderes als eine leichte Rezession in den USA ein. Der so genannte Bond King Bill Gross, Portfolio Manager des größten Bondfonds der Welt, spricht sogar mittlerweile von einem „breakdown of our modern day banking system“.</p>
<p>Wer hat nun aber Recht: die Aktienmärkte oder die Fixed Income Märkte? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich erst Mal vergegenwärtigen, wie es zu der aktuellen Finanzkrise gekommen ist. Seit 2003 bekamen viele Menschen in den USA Immobilienkredite, an die sie normalerweise wegen ihrer geringen Bonität niemals gelangt wären. Möglich wurde diese Entwicklung durch den massiven Einsatz von aggressiv gepreisten Adjustable-Rate-Mortgages (ARM). Diese ARM haben in der Regel in den ersten 2-5 Jahren einen extrem geringen Zinssatz, springen dafür aber nach Ablauf dieser Periode auf einen gewaltig höheren Zinssatz. Dies kann leicht zu einer Verdopplung (in manchen Fällen sogar eine Verdreifachung) der monatlichen Zinszahlungen führen. Dass sich diesen Sprung die meisten Subprime-Kunden (Kunden mit geringer Bonität) nicht leisten können, war den Machern natürlich durchaus bewusst. Einige Immobilienfinanzierer spekulierten sogar aktiv auf diese Privatinsolvenz, in dem sie die Beleihungsquoten für Subprime-Kunden (80% vs. 70%) höher wählten als für Prime-Kunden (Kunden mit hoher Bonität). Das bedeutet, dass ein Subprime-Kunde bei einer Immobilie im Wert von 100.000$ einen Kredit von 80.000$ bekommen hat – ein Prime-Kunde, trotz höherer Bonität, jedoch nur 70.000$. Diese unglaubliche Tatsache war den Machern natürlich ebenfalls bewusst. Sie wollten aber vor der Privatinsolvenz natürlich noch das Maximum an Zinszahlungen herausholen. Da die ARM aber zu Beginn einen sehr niedrigen Zinssatz haben und dieser de facto nicht geändert werden kann (ansonsten nimmt der Subprime-Kunde keinen Kredit), musste die Kreditsumme möglichst hoch sein. Also setzte man die Beleihungsquoten hoch. Das Problem bei diesem Verfahren ist jedoch, dass dies aus Sicht des Finanzierers nur funktioniert, wenn der Häuserwert steigt. Nun erleben wir aber in den USA gerade die größte Immobilienrezession der letzten 75 Jahre. Dementsprechend sind dieses Jahr die Immobilienpreise im Durchschnitt um 5% gefallen (in manchen Regionen um 30-40%). Deswegen mussten so viele spezialisierte Immobilienfinanzierer bislang Insolvenz anmelden.</p>
<p>Selbstverständlich waren auch ganz viele klassische Banken mit von der Partie. Diese haben in den vergangenen Jahren weniger auf die Kreditwürdigkeit eines Kunden geschaut als üblich, zumal der Verbriefungsmarkt einen ungeheuren Boom erlebt hat. In diesem Markt werden Kredite zusammen gebündelt, entsprechend strukturiert und anschließend an Investoren weiterverkauft. Da somit die Kredite nicht mehr in der eigenen Bilanz zu finden sind, spielt für die Bank das Ausfallrisiko eine geringere Rolle als historisch das bislang der Fall war.</p>
<p>Warum haben Investoren diese Produkte überhaupt gekauft? Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: weil die meisten Investoren unfähig waren (das Paradebeispiel dafür ist sicherlich der ehemalige IKB-Chef Ortseifen) und sich einzig und allein auf das Rating der Produkte verlassen haben. Diese waren in der Regel mit AAA bewertet und brachten einen Spread zwischen 50-90 bps. Die Produkte wirkten also auf den ersten Blick extrem attraktiv. Aber jeder, der auch nur ein wenig Ahnung vom Finanzsektor hat, weiß, dass „free lunch“ vielleicht möglich ist, aber nicht so einfach, dass man es von den Rating-Agenturen auf dem Teller serviert bekommt. Es musste also etwas faul sein. Und es war auch etwas faul. Die Rating-Agenturen haben nämlich weder den zuvor 7 jährigen Immoblienboom noch den massiven Einsatz von ARMs berücksichtigt. Die entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten hätten also viel höher modelliert werden müssen. Dies hätte natürlich zur Konsequenz gehabt, dass die guten Ratings nicht mehr zu halten gewesen wären und damit die entsprechenden Produkte ihre Attraktivität verloren hätten.</p>
<p>Nun stellt sich natürlich die Frage, warum diese Entwicklung wirklich so dramatisch ist. Ein wichtiger Punkt hierbei liegt schlicht und ergreifend an dem Volumen. Die meisten Analysten schätzen den Abschreibungsbedarf im Subprime-Bereich zwischen 300-400 Mrd. Dollar (<a href="http://www.rgemonitor.com/blog/roubini/230275/">Nouriel Roubini&#8217;s Global EconoMonitor</a>). Zudem werden Hunderte von Mrd. an Abschreibungen im Bereich Business Immobilien, Kreditkarten und Autokredite fällig. Dies trifft vor allem die Banken, da diese auf ihren strukturierten Produkten, die sie in der Pipeline haben (und die auf diesen Produkten beruhen), einfach sitzen bleiben, da es dafür derzeit keine Käufer mehr gibt. Diese haben bislang erst 50 Mrd. Dollar abgeschrieben, so dass da noch einiges auf diese zukommen wird. Erschwerend kommt für die Banken hinzu, dass am 15. November eine neue FASB Richtlinie erlassen wurde. Mit dieser ist es für die Banken schwieriger die so genannten Level 3 Assets (hauptsächlich sind das strukturierte Produkte) bilanziell unter den Teppich zu kehren. Bislang konnten sie diese Assets „mark-to-make believe“ preisen. Nun müssen aber auch diese Produkte „mark-to-market“ behandelt werden. Da alle strukturierten Produkte (unabhängig ob Immobilien behaftet oder nicht) seit Juli massiv gefallen sind, wird diese Richtlinie also für weitere Mrd. Abschreibungen bei Banken sorgen. Überdies stellt der Vertrauensverlust in die Rating-Agenturen ein riesiges Problem für die Banken da. Diese können im Bereich strukturierte Produkte nämlich nur noch sehr wenig Geschäft generieren. Gerade dieser Geschäftsbereich war aber in den letzten Jahres ein starker Ergebnistreiber und fällt nun faktisch weg. Dementsprechend sind die meisten Banken derzeit in Liquiditätsengpässen. Wie schlimm diese Engpässe sind, konnte man heute am Beispiel der UBS sehen. Diese gab bekannt, dass sie dieses Jahr wahrscheinlich einen Verlust ausweisen muss und sich Kapital von ausländischen Investoren beschafft hat. Weiterhin ist durch diese Probleme die allgemeine Risikoprämie am Markt massiv gestiegen: Credit Spreads haben sich beispielsweise seit Juli mehr als verdreifacht. Der Euribor-Spread befindet sich schon längere Zeit auf historisch hohem Niveau (ca. 90 bps). Der Grund dafür ist, dass durch die Ausfälle das Risikobewusstsein stark gestiegen ist – im Falle des Euribor also das Counterpart-Risk. Diesen Risiko-Aspekt kann man von seiner Bedeutung her gar nicht genug betonen. Ein Euribor-Spread von 90 bps über einen längeren Zeitraum ist faktisch eine dreifache Zinserhöhung um 25 bps (und dies im aktuellen konjunturellen Umfeld). Bill Gross formuliert diesen Aspekt übrigens so: „The publicised and photographed overnight &#8220;runs&#8221; on Countrywide and the UK&#8217;s Northern Rock in mid-August were nothing compared to what&#8217;s taking place in the shadows of the real banking system. Credit contraction, with its inevitable companion of asset destruction, is spreading with the speed of an infectious bacterial disease&#8221; (<a href="http://europe.pimco.com/LeftNav/Featured+Market+Commentary/IO/2007/IO+12-07.htm">Investment Outlook Bill Gross</a>),</p>
<p>Ein weiterer zentraler Punkt ist die Auswirkung der Immobilienkrise auf das Verbrauchervertrauen. Ein durchschnittlicher Wertverlust von 5% ist sicherlich nicht einfach zu verkraften (in nächster Zeit werden es wohl eher 10-15%). Doch ist dies nichts gegen die täglichen Meldungen von Zwangsvollstreckungen. Seit Mitte dieses Jahres sind 800.000 Zwangsvollstreckungen durchgeführt worden. Diese beachtliche Zahl soll in den kommenden Jahren sogar noch auf 3.5 Mio. steigen (<a href="http://www.nytimes.com/2007/12/09/opinion/09sun1.html?_r=1&amp;ref=opinion&amp;oref=slogin">New York Times Artikel</a>). Dies hat selbstverständlich riesigen Einfluss auf die Verbraucherpsyche und damit auf den Konsum - insbesondere bei einem Land wie den USA, in dem die Konsumquote traditionell sehr hoch ist.</p>
<p>Den Politikern in den USA ist diese ganze Thematik natürlich nicht entgangen. Selbstverständlich versuchen sie das Problem zu lösen. Doch tun sie es bisher äußerst dilettantisch: der vorgeschlagene 100 Mrd. Superfonds birgt nicht nur ein großes Moral-Hazard-Problem sondern auch das Problem, dass die notwendigen Abschreibungen nur weiter in die Zukunft verschoben werden und somit die Krise einfach weiter verlängert wird. Vergangene Woche hat Präsident Bush vorgeschlagen die Zinssätze der ARMs einfach einzufrieren. Dieser Vorschlag hat den Nachteil, dass dann in Zukunft alle Banken auch politische Risiken mit einpreisen würden und damit Kredite generell teuerer würden. Zudem würden gemäß der New York Times (selber Artikel) nur 250.000 Menschen von diesem Plan profitieren und de facto alle Hilfe auf den privaten Sektor abgewälzt. Sie urteilt daher über den Bush-Vorschlag: „The plan is too little, too late and too voluntary“. Von Seiten der Politik ist dementsprechend keine Unterstützung zu sehen und zu erwarten.</p>
<p>Fazit: die Bondsmärkte haben Recht. Die aktuelle und schlimmste Immobilien- und Finanzkrise der vergangenen 75 Jahre, gepaart mit einer deutlich geringer werdenden Konsumquote, zunehmender Lohndynamik in Osteuropa und Emerging Markets, Commodity-Preisen nahe an Höchstständen und einem sich im Tiefflug befindenden US-Dollar, werden zu einer Rezession in den USA und Europa führen!</p>
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